Die Fahrt des Herrn von Ringen (fragments)



NosaukumsDie Fahrt des Herrn von Ringen (fragments)
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Vienības numurs45
KrājumiLatvijas literatūra
Piezīmes

Verners Bergengrīns (Werner Bergengruen, 1892–1964) lasa fragmentu no prozas teksta "Die Fahrt des Herrn von Ringen" ("Fon Ringena kunga brauciens", latviski tulkojis Valdis Bisenieks).

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AtšifrējaIvars Šteinbergs
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Labots2021-01-29 16:19:44
AtšifrējumsFragments no Vernera Bergengrīna grāmatas "An die Völker der Erde / Die Fahrt des Herrn von Ringen /Der Schutzengel /Die letzte Epiphanie" ("Pasaules tautām /Fon Ringena kunga brauciens /Sargeņģelis /Pedējā epifānija"). Izdevējs: DOMUS RIGENSIS, Latviešu-Vacbaltu centrs, Rīgā, 1997. gadā.

Die Fahrt des Herrn von Ringen

Ernst Johann Biron, Günstling der Zarin Anna und zeitweilig Regent des russischen Kaiserreiches, ein Mann rücksichtslosen und harten Willens, wurde nach dem Absterben des herzoglichen Hauses zum Herzog von Kurland gewählt; hinter ihm standen die russischen Kanonen und Bajonette. Er residierte nicht wie seine Vorgänger in Mitau, sondern blieb am Petersburger Hofe. Ein Netz von Spähern überzog das Herzogtum; wer in den Verdacht bironfeindlicher Gesinnung oder gar bironfeindlicher Äußerungen geriet, dem konnte es geschehen, daß er bei Nacht aufgehoben und ohne Verhör und Urteil nach Sibirien oder in entlegene Gouvernements des russischen Reiches verschleppt wurde.

Es war die Zeit der Intrige, der Willkür, des Geheimnisses. Man kennt die Eigentümlichkeiten despotisch geübter Macht. Vorrichtungen und Getriebe wachsen über die Kopfe der zu ihrer Bedienung Bestellten; eine Verwechslung, ein Fehler in der Schreibung eines Namens, die verdrießlich geknurrte Bemerkung eines Vorgesetzten, nur zur Hälfte verstanden, aber vom ängstlichen Untergebenen vorsichtshalber als Befehl aufgefaßt, kann lösend, verstrickend, umstürzend in jedes Privatverhältnis einwirken. Wer das merkwürdige Schicksal des Herrn von Ringen auf Aldenshof erwägt, mag sich Derartiges vor Augen halten.

Der junge, noch unvermählte Heinrich von Ringen lebte mit seiner ledigen Schwester im elterlichen Hause und bewirtschaftete an Stelle des kränklichen Vaters das kleine Gut. Bei dem schmalen Vermögen der Familie hatte er keinen leichten Stand. Die landwirtschaftliche Tätigkeit nahm ihn gänzlich in Anspruch. Um die öffentlichen Dinge kümmerte er sich nicht. Er lebte gleichmäßig und still. Seine Erholung fand er in der Jagd, im Umgang mit den Seinigen oder in gelegentlichem Verkehr mit den Nachbarn.


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